Quito – Mitte der Erde

Quitos ist eine Reise wert. Hier müssen Sie mindestens einen Tag verweilen. Die Hauptstadt Ecuadors erstreckt auf einer Hochebene auf über 2.700 bis 2.850 Metern am Fuß des aktiven Vulkans Pichincha, umgeben von drei weiteren fast sechstausend Meter hohen Bergen – dem Cotopaxi im Süden, dem Cayambe im Norden und dem Antisana im Osten.

Rund 2,2 Millionen Quiteños leben hier. Quito ist der Sitz der Staatsregierung, der Bischofskonferenz, der Militärspitze und staatlicher Erdölfirmen.

Der Name Quito entstammt den Worten qui, die Mitte, und tu, die Erde.

Geschichte

Bereits das Volk der Quitu betrieb auf dieser lang gezogenen Hochebene des heutigen Quitos einen wichtigen Handelsplatz. Die Inkas bauten im 15. Jahrhundert bedeutende Tempel an eben diese Stelle, wobei der Ausbau des Ortes zu einer weiteren Hauptstadt des Inka-Imperiums durch die Spanier gestoppt wurde. Stadtgründung war am 6. Dezember 1534, ihr Gründer war Sebastián de Benalcazár. Mit den Spaniern kamen die religiösen Orden, zunächst die Franziskaner, Augustiner, Mercedarier und Dominikaner, später die Jesuiten und füllten die Plaza Grande und die Plaza de San Francisco am Fuß des zentralen Stadthügels – dem Panecillo – mit ihren Kirchen und Klöstern, die bis heute in ihrer Pracht erhalten sind.

Weltkulturerbe

Quitos Altstadt wurde im Jahr 1978 zu einer der ersten UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten erklärt – als größte zusammenhängende koloniale Altstadt Südamerikas. Viele Jahres schlief sie einen Dornröschenschlaf und verfiel zusehends – besetzt von fliegenden Händlern und Kleinkriminellen. Erst Anfang des neuen Jahrtausends beschlossen Quitos Stadtoberhäupter ihr den Glanz vergangener Tage wieder einzuhauchen. Sie bauten Markthallen vor den Toren der Altstadt und verbannten die fliegenden Händler dorthin. Straßen, Plätze und Häuser wurden renoviert und aufwendig restauriert, die Ansiedlung kleiner Hotels und Restaurants gefördert. Heute erstrahlt die Altstadt mit ihren kolonialen Kostbarkeiten, darunter auch das Kloster Amerika, das von der UNESCO zum Kulturerbe der Menschheit erklärt wurde, wieder im vollem Glanz.

In Quitos Altstadt schlägt auch das politische Herz Ecuadors. Die Plaza Grande ist der Hauptversammlungsort und zentrale Platz Quitos. Hier steht der Regierungspalast – Ecuadors Weißes Haus. Palastwachen stehen vor dem mit einem Säulengang geschützten Eingang. Die Wachablösung ist während der Woche alle 90 Minuten zu sehen. Montags um 11 Uhr findet außerdem die große Wachablösung mit bis zu 100 blau uniformierten Palastwachen vor dem um 1800 erbauten Gebäude statt und Präsident als auch Vizepräsident wohnen dieser vom Balkon aus bei.

Ebenfalls am Plaza Grande liegen der Erzbischöfliche Palast, eine Freiheitsstatue sowie die Kathedrale von Quito, von den Spaniern erbaut, aber erst 1797 fertiggestellt.

Auf dem Platz Plaza San Francisco steht wohl das beeindruckendste Beispiel für die spanische Kolonialästhetik, die von den Jesuiten erbaute Kirche La Compañía, die älteste Kirche Amerikas, die viele barocke und klassizistische Stilelemente vereint und innen fast komplett vergoldet ist.

In Quitos Altstadt gibt es heute wieder viele sehr schöne kleine Hotels und Restaurants. Die Straßen sind tagsüber belebt von Einheimischen und Touristen, die hier flanieren und Geschäfte machen. Die ältestes Gasse der Stadt ist die Calle Ronda, die heute ein beliebtes Ausgehviertel ist.

Quitos Neustadt, La Mariscal und La Floresta

Der moderne Teil Quitos beginnt nördlich des Parks El Ejido. Am Anfang der Straße Avenida Amazonas steht ein Triumpfbogen, daneben das wohl traditionsreichste 5*Sterne Hotel der Stadt – das Hotel Hilton Colon. Nordöstlich des Parks liegen zwei historische Villenviertel Quitos die heute bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt sind – La Mariscal und La Floresta.

La Mariscal hat sich in den letzten 20 Jahren in das Szene- und Ausgehviertel Quitos verwandelt. In die zahlreichen kleinen historischen Villen sind Bars, Restaurants, Geschäfte, Sprachschulen und kleine, günstige Hotels eingezogen. Hier schläft man nicht vor dem Morgengrauen.

Am angrenzenden Hügel liegt ein weiteres Villenviertel, das mehr und mehr Besucher anzieht: La Floresta. Hier geht es ruhiger zu, die Restaurants bieten Spitzenküche, die Hotels sind eher gediegen. Es ist das Zuhause vieler Künstler und Ausländer. Das Viertel erstreckt sich bis zur Grenze nach Guapulo – ein weiterer historischer, sehr charmanter Stadtteil Quitos am Osthang mit Panoramablick über das Tal von Tumbaco.

Mehr zu Quito erfahren Sie hier im Anschuss mit unseren Top-Listen für Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurants und Ausflügen.

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