Ecuadors Amazonas-Regenwald und Bergnebelwälder

„Wer die Erde sehen will, wie Gott sie erschaffen hat, muss nach Ecuador“ – überschreibt ZEIT-Reisen im März 2017 einen großen Artikel über Ecuadors-Amazonas Gebiet. Der Yasuní-Nationalpark im Osten des Landes gilt als der artenreichste Ort der Welt. Hier ist die Welt im Urzustand – ob Fauna oder Flora – Ecuadors Amazonas-Regenwald und Bergnebelwälder sind einfach ein großartiger Flecken Erde.

Der östliche Teil Ecuadors nimmt mit seinen ca. 132.000 km² die Hälfte der Landesfläche ein und gehört zum Amazonastiefland. Allerdings stellt er mit 1,6% nur einen kleinen Teil der Gesamtfläche des Amazonasbeckens dar. Im Vergleich zu anderen Länder in der Region ist der Regenwald in Ecuador gut erhalten. Hier leben einige durchaus kriegerische indigene Gemeinschaften, die ihr Land gegen äußere Einflüsse verteidigen. Wenn nicht die großen Erdölreserven des Landes unter dem Amazonastiefland lägen, bliebe die Region wohl auch von der Zivilisation verschont. Leider haben die Ölgesellschaften in den letzten Jahrzehnten für viele Umweltskandale gesorgt. Auch ist Ecuadors Staatshaushalt abhängig vom Öl.

Trotz alledem schließen wir uns der Meinung des Zeitreporters Dr. Christoph Siemes an: Ecuadors Regenwald ist ein atemberaubender Ort und sollte auf Ihrer Reiseroute unbedingt drauf sein.

Wie wollen Sie verreisen?

Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, den Regenwald in Ecuador zu erleben:

  • Für Einsteiger mit Spinnen-, Mücken- und Kriechtier-Aversionen: Der Bergnebelwald östlich und westlich der Anden-Berghänge. Hier sieht es aus wie im Regenwald, hier gibt es auch eine große Vogelvielfalt analog dem Regenwald, aber auf 2.700 bis 1.300 Meter ist man unaufgeregter unterwegs. Eine Art Hotspot im Bergnebelwald ist die kleine Stadt Mindo am Westhang der Anden. Ecuador hat in diesen Regionen viele Vorzeigeprojekte in denen Sekundär-Nebelwald wieder in Primärnebelwald umgewandelt wird. Beste Beispiele sind die Mashpi Lodge und die Maquipucuna-Stiftung.
  • Für Selbstfahrer und Budget-Reisende bietet sich an, das Amazonastiefland entlang der östlichen Tangente von Tena bis Macas zu erkunden. Hier befinden sich schöne Regenwaldlodges, man befährt den Rio Misuahuali oder den Rio Napo oder besucht mit uns die Shuar-Gemeinschaft TAWASAP in Palora, deren Aufforstungsprogramme legendär sind.
  • Das 100prozentige Regenwald-Erlebnis gibt es ab Coca oder Largo Agrio im Yasuní- oder etwas preiswerter im Cuyabeno-Nationalpark. Hier enden die Straßen und es geht nur noch auf Wasserwegen voran. Während im Yasuní-Nationalpark sehr abgeschiedene Lodges auf Sie warten, ist im Cuyabeno-Nationalpark durchaus mehr los. Wir beraten Sie gerne, welche Lodge zu Ihnen am besten passt.
  • Schließlich gibt es auf dem Rio Napo auch noch zwei Flusskreuzfahrtschiffe – die Manatee und die Anakonda. Beide fahren bis fast zur peruanischen Grenze und bieten luxuriös perfekte Einblicke in diese wundervolle Welt.

Die Lodges in Ecuadors Amazonas-Regenwald und Bergnebelwäldern bieten 2- bis 5-Tages-Pakete an, die in der Regel die Übernachtung, Verpflegung und Aktivitäten mit einem englischsprachigem Naturführer beinhalten. Einige Lodges bieten auf Anfrage auch deutschsprachige Naturführer an. Diese Übersicht soll Ihnen einen ersten Überblick über die Amazonas- oder Bergnebelwald-Lodge geben. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern!