Liebe Freunde Südamerikas,

seit ein paar Tagen erst bin ich aus Ecuador zurück und kann Ihnen berichten: Es war wieder ganz wunderbar. Meine größte Entdeckung war dieses Mal das Weingut Dos Hemisferios. Unglaublich, aber wahr, am Äquator produzieren sie mit die besten Weine der Welt und behaupten: Diese Weine sind für alle diejenigen, die das unmögliche möglich machen! Probieren Sie selbst. Mein Lieblingswein ist der Chardonnay Enigma.

Und auch sonst ist die ecuadorianische Küche ein Erlebnis. Während meiner Reise habe ich viele Restaurants besucht, die Köstlichkeiten anbieten, und unsere Liste der Restauranttipps ergänzt. Fragen Sie meine Kollegen danach, wenn Sie das nächste Mal Ecuador besuchen. Wir freuen uns auf Sie!

Herzliche Grüße,
Ihre Beate Zwermann

Wein vom Äquator: Die Sensation aus Ecuador

Bei Weinen aus Südamerika denke die meisten sofort an Argentinien und Chile. Aber wussten Sie, dass man in Ecuador erstklassige Weine produzieren kann? DOS HEMISFERIOS in San Miguel del Morro (Guayas) ist das weltweit einzige Weingut an der Äquatorlinie. Dort, wo Experten es für unmöglich hielten, entstehen heute preisgekrönte Tropfen.

Warum ist dieser Wein so besonders? Dank eines einzigartigen Mikroklimas und kalkhaltiger Böden ist Dos Hemisferios eine der wenigen Weinkellereien weltweit, die zweimal im Jahr ernten kann. Die Meeresbrise und die intensive Äquatorsonne verleihen den Trauben einen unverwechselbaren Charakter.

Unsere Empfehlungen:

Besuchen Sie die Weinberge vor den Toren Guayaquils. Genießen Sie eine geführte Tour durch die Weinberge, besichtigen Sie den Barrique-Keller und lassen Sie den Tag bei einer professionellen Weinverkostung ausklingen. Sind Sie nur kurz in Guayaquil können Sie die Weine bei einem Besuch der City Winery von Dos Hemisferios verkosten.

Hier eine kleine Auswahl an Weinen, die Sie unbedingt bei Ihrem Ecuador-Besuch probieren sollten:

  • Paradoja: Ein kraftvoller Blend aus Malbec und Cabernet Sauvignon.
  • Tomás Carlos: Erst kürzlich mit Doppel-Gold in Frankreich (Gilbert & Gaillard 2024) ausgezeichnet.
  • Enigma: Ein Chardonnay für Liebhaber frischer, tropischer Noten.

Ecuador: Die wahre Heimat des Kakaos entdecken

Wussten Sie, dass die Wiege der Schokolade in Ecuador liegt? Während man lange Zeit andere Regionen vermutete, belegen wissenschaftliche Funde heute: Der Kakao hat eine über 4.000-jährige Geschichte am Äquator. Im Nationale Kakaomuseum in Guayaquil (Museo Nacional del Cacao) wird seine Geschichte interaktiv vermittelt.

Der Kakao aus Ecuador ist weltweit unter den Bezeichnungen „Cacao Arriba“ bekannt und wird als hochfeiner Kakao („cacao fino de aroma“) eingestuft. Aufgrund seiner hohen Qualität, seines intensiven Aromas und seines einzigartigen Geschmacks gilt er als die „Pepa de Oro“, die „goldene Bohne“ des Landes.

Das Nationale Kakaomuseum lädt ein, die Reise des Theobroma Cacao – der „Speise der Götter“ – von seinen Ursprüngen bis zum weltweiten Erfolg zu erleben.

Von Dienstag bis Sonntag (10 bis 17 Uhr, Eintritt 5 USD.) können Sie das Museum an der Ecke der Straßen Panamá und Imbabura, mitten im Herzen von Guayaquil, besuchen und den wahren Ursprung des Kakaos sowie seine Bedeutung für Ecuador entdecken:

  • Die Wurzeln der Geschichte: Erfahren Sie in interaktiven Räumen des Museums alles über die soziale und wirtschaftliche Bedeutung des Kakaos für Ecuador.
  • Historisches Ambiente: Das Museum befindet sich im denkmalgeschützten Casa Guzmán – Aspiazu, einem prachtvollen Haus, dessen Geschichte eng mit der Kakaokultur von Guayaquil verbunden ist.
  • Gastronomie: Im Anschluss bietet es sich an, die Chocolateria San Fernando zu besuchen und die vielfältige Gastronomie mit lokalen Köstlichkeiten direkt in der Calle Panamá zu genießen.

Ecuadorianisches Ceviche: Ein Land, viele Geschmacksrichtungen!

Wenn es ein Gericht gibt, das die Ecuadorianer verbindet und die „schmackhaftesten“ Diskussionen auslöst, dann ist es das Ceviche. Doch im Gegensatz zu den Nachbarländern (z.B. Perú) ist Ceviche in Ecuador eine „kalte Suppe“, voller Saft, Farbe und Texturen, die sich je nach der Landschaft, in der man sich befindet, unterscheiden. Jede Region hat ihr eigenes Geheimnis bei der Zubereitung: an der Küste mit Fisch oder Meeresfrüchten, in den Anden mit Chocho (Andenlupinen) und im Regenwald mit Palmherzen, eine kulinarische Reise quer durch Ecuador.

Die Küste (Costa) – Maritim & Frisch

Der Klassiker mit frischen Meeresfrüchten wie Garnelen (Camarón), Fisch oder Muscheln.

  • Basis: Viel Limettensaft, Zwiebeln, Koriander und oft ein Schuss Tomatensaft.
  • Beilage: Hier isst man traditionell Chifles (Bananenchips) oder Patacones (frittierte Kochbananen).

Das Anden-Hochland (Sierra) – Proteinreich & Knusprig

Die Berge setzen auf Produkte vom Acker statt aus dem Meer.

  • Highlight: Ceviche de Chochos. Statt Fisch bilden proteinreiche Lupinenkerne die Basis.
  • Beilage: Unverzichtbar sind Tostado (gerösteter Mais) und Canguil (Popcorn).

Der Amazonas (Amazonía) – Exotisch & Mild

Im Dschungel nutzt man das, was der Regenwald bietet.

  • Highlight: Ceviche de Palmito. Zarte Palmenherzen oder Flussfische wie der Paiche sorgen für einen milden, frischen Geschmack.
  • Beilage: Wird meist mit gekochter oder frittierter Yuca (Maniok) serviert.

Egal ob mit Fisch, Lupinen oder Palmenherzen – Ceviche sollten Sie auf Ihrer nächsten Ecuador-Reise unbedingt kosten!