Galapagos-Bussard

Der Galapagos-Bussard

Der Galapagos-Bussard (Buteo galapagoensis) ist eine Greifvogelart aus der Gattung der Bussarde, die ausschließlich auf den Galapagosinseln vorkommt. Der Bestand dieser Art wird als gefährdet eingestuft.
Der Galapagos-Bussard erreicht eine Länge von bis zu 56 cm und ein Gewicht von 650-850 g. Das Gefieder ist bei Männchen und Weibchen identisch und dunkelbraun, während der Schwanz grau gestreift ist. Das Weibchen ist größer als das Männchen.

Fortpflanzung und Balzverhalten

Die Bussarde bauen ihre Nester in Bäumen und nutzen diese oft mehrfach. Bei jeder Brutperiode wird das Nest erweitert, so dass es im Laufe der Jahre sehr groß werden kann. Sowohl das Männchen als auch das Weibchen kümmern sich um die Brut. Das Weibchen paart sich durchschnittlich mit zwei (ein bis acht) männlichen Bussarden. Es gibt sowohl monogame Populationen als auch solche, in denen alle Weibchen mehrere Männchen haben. Die Männchen sind in der Regel nicht eng miteinander verwandt und beteiligen sich alle an der Brutpflege. Es scheint zufällig zu sein, von welchem der männlichen Bussarde das Jungtier abstammt. Wenn mehrere Jungtiere vorhanden sind, stammen sie in der Regel von unterschiedlichen Vätern. Sowohl das Männchen als auch das Weibchen bebrüten bis zu drei Eier. Nach dem Schlüpfen geht zuerst nur das Männchen auf die Jagd, während das Weibchen bei den Jungen bleibt und sie mit Beute füttert. Später jagen und füttern beide Elternteile. In der Regel wird jedoch nur ein Junges mit zwei Monaten flügge. Das Junge bleibt bis zu vier Monate bei seinen Eltern, bevor es von ihnen vertrieben wird.
Die Vorfahren des Galapagos-Bussards besiedelten die Inseln vor etwa 300.000 Jahren, was sie zu den jüngsten Einwanderern der Inseln macht. Im Vergleich dazu kamen die Vorfahren der Darwinfinken vor etwa 2-3 Millionen Jahren auf die Inseln.

Lebensraum und Lebensweise

Der Galapagos-Bussard ist das größte Raubtier der Galapagos-Inseln. Er jagt hauptsächlich aus der Luft und ernährt sich von Kleinsäugern, Reptilien, Insekten, anderen Gliederfüßern sowie von kleineren Vögeln, angeschwemmten toten Fischen und anderem Aas. Da er keine natürlichen Feinde hat, hat er seinen Fluchtinstinkt verloren. Deshalb gilt er auf den von Menschen bewohnten Inseln als stark gefährdet.

Den Galapagos-Bussard sieht man bei Kreuzfahrten auf der Westroute in der Bucht Puerto Egas auf der Insel Santiago sowie der kleinen Insel Santa Fé im Süden von Santa Cruz und auf der Insel Española besonders gut.

Schutz und Gefährdung

Auf den bewohnten Inseln im Galapagos-Archipel gilt der Bussard als vom Aussterben bedroht. Dies gilt nicht für die unbewohnten Inseln, wo er keine Feinde hat.

Hinweise für Besucher

Auf den Inseln Santa Fé, Santiago (Puerto Egas) und Española ist es fast immer möglich, den Bussard zu sehen. Puerto Egas wird nur auf Kreuzfahrten auf der Westroute angefahren. Española und Santa Fé hingegen auch mit Tagesbooten.

Auf welchen Inseln gibt es den Galapagos-Bussard?

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