
Liebe Freunde Südamerikas,
von den Galapagos-Inseln erreichen uns in diesen Tagen wunderbare Nachrichten: So ist es Forschern gelungen, die Floreana-Landschildkröte mit Genmaterial wieder zu beleben. Die Charles Darwin Foundation öffnet ihr Archiv der Evolution mit über 130.000 Exponaten. Und die Vogelart Pájaro Bruto vermehrt sich wieder gut.
Das klingt doch wunderbar, oder? Übrigens hat die Regierung Ecuadors den Bergbau auf den Inseln in geringem Umfang und außerhalb des Nationalparks genehmigt. Das dient – anders als von unseren Medien berichtet – dem Schutz des Archipels, weil der bisher wilde Abbau von Sulfur etc. nun reguliert wird.
Besuchen Sie unbedingt das Archiv und Floreana bei Ihrem nächsten Besuch auf Galapagos. Wir freuen uns auf Sie!
Herzliche Grüße,
Ihre Beate Zwermann
Neues Highlight für Galapagos-Reisende – Das Archiv der Evolution in der Charles Darwin Forschungsstation
Wer die Galápagos-Inseln besucht, möchte die Wunder der Natur nicht nur sehen, sondern auch verstehen. Bisher blieb ein entscheidender Teil dieser Geschichte – das riesige wissenschaftliche Archiv des Archipels – hinter verschlossenen Türen verborgen und nur für Forscher geöffnet. Seit dem 12. Februar 2026 ist dieses jetzt auch für die Öffentlichkeit zugänglich.
Wir freuen uns dieses neue Highlight in Puerto Ayora vorstellen zu dürfen: Das neueröffnete „Wijnand Pon“-Gebäude in der Charles Darwin Forschungsstation. Es beherbergt mit ca. 137.000 Exponaten die zweitgrößte naturkundliche Sammlung von Galapagos weltweit. Der neue öffentliche Beobachtungskorridor ermöglicht den Besuchern der Galapagos-Inseln die faszinierende Forschung hinter dem Naturschutz aus nächster Nähe zu erleben.
Möglich wurde dieses Mammutprojekt durch die großzügige Unterstützung des niederländischen Philanthropen Wijnand Pon und seiner COmON Foundation.
Integrieren Sie diesen Stopp unbedingt in Ihren Landgang in Puerto Ayora. Der Zugang zum Beobachtungskorridor ist kostenfrei und täglich von 06:00 bis 18:00 Uhr möglich. Ideal kombinierbar mit einem Spaziergang zu den Schildkrötengehegen.
Mehr über die Arbeit der Stiftung erfahren Sie auf der Website der Charles Darwin Foundation.
Ein historischer Moment auf Galapagos: Die Giganten kehren nach Floreana zurück
Der 20. Februar 2026 markiert einen historischen Meilenstein, auf den Naturschützer und die Bewohner der Insel Floreana lange gewartet haben: Die Riesenschildkröten sind zurück.
Anfang des Jahres wurden 158 junge Schildkröten der ursprünglichen Floreana-Linie in ihre angestammte Heimat entlassen. Die Floreana-Riesenschildkröte (Chelonoidis niger) galt seit Mitte des 19. Jahrhunderts als auf der Insel ausgestorben. Dass sie nun zurückkehren können, verdanken wir einem „genetischen Wunder“: Forscher entdeckten auf dem Wolf-Vulkan auf der Insel Isabela, Tiere mit Floreana-Genen – Nachfahren von Schildkröten, die einst von Walfängern dort ausgesetzt worden waren.
Die Wiederansiedlung ist der erste Schritt des Floreana Ecological Restoration Project, der bisher größten Restaurierungsmaßnahme in der Geschichte von Galapagos. Insgesamt sollen 12 einheimische Arten zurückkehren. Angeführt wird dieses historische Vorhaben vom Galápagos-Nationalpark in Zusammenarbeit mit Organisationen wie der Charles Darwin Foundation, Galápagos Conservancy und Island Conservation.
Ein kleines Wunder im Hochland der Galapagos Inseln: Hoffnung für den Pájaro Brujo
Hinter dem dichten Grün des Hochlands auf Galapagos verbirgt sich eine Erfolgsgeschichte, die uns zeigt, wie wertvoll und gleichzeitig zerbrechlich das Paradies auf den Galapagos-Inseln ist.
In dieser Saison gibt es Grund zum Feiern: Der vom Aussterben bedrohte Pájaro Brujo erlebt derzeit eine fragile, aber dennoch beeindruckende Erholung. In dieser Brutzeit sind Wissenschaftler täglich im Einsatz, um Nester zu lokalisieren, Eier zu überwachen und die schutzlosen Küken vor Raubtieren und Parasiten wie der Vampirfliege zu schützen. Der „Pájaro Brujo“ (Pyrocephalus nanus, auf Deutsch „Galapagos-Scharlachfliegenschnäpper“) ist eine endemische Vogelart, die für ihr leuchtend rotes Gefieder bei den Männchen bekannt ist. Dieser kleine Sperlingsvogel ist auf mehreren Inseln des Archipels, wie Santa Cruz und Isabela, zu finden.
Die letzte Saison war die erfolgreichste seit Jahren. Mehr Küken haben überlebt. Mehr Nester waren erfolgreich:
- 39 registrierte Jungvögel, die bisher höchste Zahl
- Dreimal höherer Bruterfolg im Vergleich zu früheren Saisons
- Innovative Selbstbekämpfungstechniken, die den Vögeln helfen, ihre Nester vor eindringenden Parasiten zu schützen
Möchten Sie Teil dieser Erfolgsgeschichte sein? Mit einer Spende an die Charles Darwin Foundation tragen Sie direkt dazu bei, dass Wissenschaftler in Echtzeit Nester überwachen und sofort eingreifen können, wenn eine Brut in Gefahr ist.