
Liebe Freunde Südamerikas,
wer in den vergangenen zwei Jahren die Nachrichten in unseren Medien über Argentinien verfolgt hat, könnte glauben, dass Land stehe vor dem Abgrund. Wer das Privileg hat, dort hinzureisen, der traut deshalb seinen Augen kaum: Ob Ushuaia ganz im Süden, El Calafate in Patagonien oder die Metropole Buenos Aires – überall herrscht Aufbruchstimmung. Die Menschen sind wie elektrisiert, sprühen nur so vor Energie, packen an und erschaffen ihre Welt neu. In Ushuaia wohnen schon 80.000 Menschen, denn es ist ein Boomtown mit großer Lebensqualität geworden. In Buenos Aires ist mit der Hafen-City ein ganz neues Stadtviertel entstanden. Überall wird renoviert und erneuert. An El Calafate sieht man, welch großen Einfluss ein Flughafen für die touristische Entwicklung hat. Aus einem bedeutungslosen Kaff im Nirgendwo ist in wenigen Jahren ein charmanter 30-Tausend-Seelen-Ort mit sehr viel Flair entstanden.
Auf nach Argentinien! Es lohnt sich sehr!
Herzliche Grüße,
Ihre Beate Zwermann
Ecuador: Abenteuer in den Anden – Tradition im Sattel hautnah erleben
Hoch oben in den majestätischen Anden Ecuadors, auf 3600 m Höhe, erwartet Sie ein unvergessliches Abenteuer. Dies ist das Reich der Chagras, der „andinen Cowboys“, die seit Jahrhunderten Teil der schroffen Landschaft und der Farmen im Hochland sind. Dort haben Sie die einmalige Gelegenheit an ihrer Seite zu reiten und unter der imposanten Kulisse des Vulkans Cotopaxi durch das Hochland zu ziehen. Lonely Planet empfiehlt Reiten in den ecuadorianischen Anden als eine der “25 Best Experiences in 2026”
Auf der über hundert Jahre alten Hacienda El Porvenir schlüpfen Sie in die Rolle eines Chagras und legen die traditionelle Kleidung an (Wollponchos und Schafsfell-Chaps, Zamarros gennannt). Bei diesem Erlebnis steht das kulturelle Eintauchen im Vordergrund, nicht die Geschwindigkeit. Die Rundstrecke ist sanft und das Tempo bewusst langsam, ideal um die Landschaft zu genießen. Der Höhepunkt des Ausritts ist der Aussichtspunkt mit spektakulärem Blick auf den perfekt symmetrischen Kegel des Cotopaxi Vulkans.
El Porvenir liegt nur anderthalb Autostunden von Quito entfernt und befindet sich vier Kilometer vom nördlichen Eingang des Cotopaxi-Nationalparks entfernt. Es ist eine bewirtschaftete Hacienda, die sich der nachhaltigen Landwirtschaft und Viehzucht, dem Naturschutz und dem Ökotourismus verschrieben hat.
Argentinien: Die Rückkehr des Jaguars in den Iberá-Sümpfen
Dank einer bemerkenswerten Naturschutzinitiative von Rewilding Argentina ist der Jaguar nach 70 Jahren Abwesenheit in die Iberá-Sümpfe zurückgekehrt. Diese abgelegene und weite Landschaft, in der das Raubtier an der Spitze der Nahrungskette lange fehlte, ist heute ein wichtiges Ziel für abenteuerlustige Naturfreunde. Lonely Planet empfiehlt Jaguare in den Iberá-Sümpfen als eine der “25 Best Experiences in 2026”
Naturschützer von Rewilding Argentina, einem Ableger von Tompkins Conservation, haben diese Bewegung angeführt. Ihr Wiederansiedlungsprogramm hat die Feuchtgebiete bis zum Jahr 2024 erfolgreich mit geschätzten 25 Jaguaren bevölkert. Da diese wilde Population bis in das Jahr 2026 stetig weiterwächst, steigen die Chancen auf eine seltene Sichtung für Besucher mit jedem Jahr. Auf Erkundungstouren zu Motorboot, hoch zu Ross oder in von Pferden gezogenen Kanus durchqueren Sie das Gebiet mit erfahrenen lokalen Guides. Diese sind Experten darin, das hohe Gras und das dichte Unterholz nach Anzeichen von Jaguaren sowie anderen Bewohnern wie Kaimanen und Wasserschweinen (Capybaras) abzusuchen.
Obwohl Wildtiersichtungen niemals garantiert werden können, bietet das Iberá-Reservat einzigartige Möglichkeiten, die Natur zu erkunden. In Iberá sagt man: Die Chancen stehen mittlerweile so gut, dass – selbst wenn Sie keinen Jaguar sehen – Sie mit Sicherheit von einem gesehen werden.
Der Amazonas in Peru – Werden Sie für einen Tag zum Forscher im Amazonas
Die Reserva Nacional Tambopata liegt tief in einem unberührten Teil des peruanischen Regewalds. Tambopata hat sich zu einem Zentrum für praxisnahen Ökotourismus im Amazonasgebiet entwickelt, wo die Besucher den Dschungel nicht nur beobachten, sondern sich aktiv an seinem Schutz beteiligen können. Lonely Planet empfiehlt Tambopata als eine der “25 Best Experiences in 2026”
Das Tambopata Research Center, in der Nähe von Puerto Maldonado gelegen, ist eine komfortable Öko-Lodge mit nur 24 Zimmern mitten im Regenwald. Ihr bahnbrechendes Programm „Wired Amazon” (Youtube Wired Amazon) bringt Feldbiologen mit Reisenden zusammen, die zu Bürgerwissenschaftlern (Citizen Scientist) werden. Ihre Reise finanziert damit aktiv den Naturschutz und trägt zu einer wachsenden Forschungsdatenbank bei, die die Flora und Fauna des Amazonas schützt.
Als Bürgerwissenschaftler können Sie:
- Jaguare aufspüren: Platzieren Sie Kamerafallen entlang strategischer Migrationspfade.
- Arten entdecken: Nutzen Sie Lichtfallen, um neue Insektenarten zu identifizieren.
- High-Tech-Monitoring: Steuern Sie Drohnen, um den Zustand der Paranussbäume zu überwachen.
- Bioakustik: Zeichnen Sie die Rufe von acht verschiedenen Primatenarten auf, um die Forschung zu unterstützen.
Highlight: Der unvergesslichste Moment jeder Tambopata-Expedition ereignet sich in der Morgendämmerung. Begleiten Sie Vogelbeobachter und Fotografen zu den Lehmlecken am Flussufer, wo sich bis zu 500 Aras in einem atemberaubenden Regenbogen tropischer Farben versammeln. Es ist schlichtweg der beste Ort der Welt, um diese Papageien in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben.
